Visionen

Vision 2050: vom Solitär zum Organismus

Was ware, wenn Gewerbegebiete als vernetzte Systeme gedacht würden – als attraktive Aufenthaltsorte, Biodiversitätsräume und Energieproduzenten? Könnten sie zu hybriden, zukunftsfähigen Strukturen transformiert werden, die soziale, technische und räumliche Zusammenhänge schaffen? Was, wenn heterogene Kleinstrukturen mit hochoptimierten Gewerbeparks interagieren? Diesem versteckten Potenzial wollen wir nachspüren und die unterschätzten Räume erforschen, um sie besser zu verstehen und um Perspektiven und zukunftsfähige Visionen für Gewerbegebiete zu entwickeln.

Entwicklung eines Zukunftsszenarios

Wir starten mit einer Bestandsaufnahme von verschiedenen Gewerbegebieten entlang der A1, untersuchen ihre historische Entwicklung, ihre bauliche Struktur, die Vegetation, Logistik und Wegebeziehungen. Welche Firmen sind angesiedelt, wie funktioniert der Arbeitsalltag, werden Energie und Wasser genutzt? Welche Qualitäten und Defizite be-stehen, wo sind Eingriffe sinnvoll? Wie kann sich der Ort trotz der zu erhaltenden Produk

tion entwickeln, wo liegen die Potenziale, wo vielleicht sogar ungehobene Schätze?

Wir dokumentieren den Ort mit all unseren Sinnen.

Parallel dazu analysieren wir soziale und funktionale Schnittstellen: Wie interagieren die Betriebe miteinander? Welchen Bezug gibt es zu den Anwohnenden? Welche Syner-gien existieren bereits, und wo gibt es ungenutzte Möglichkeiten? Durch Beobachtungen, Interviews und Kartierungen gewinnen wir ein Verständnis für die Funktionsweise der Gewerbegebiete und entwickeln darauf aufbauend Szenarien für eine Vernetzung.