Atmosphärische Räume. Angenehme Kühle.
Eine Reise durch das Rheinland
«Ich komme in ein Gebäude, sehe einen Raum und bekomme die Atmosphäre mit, und in Sekundenbruchteilen habe ich ein Gefühl für das, was ist.» — Peter Zumthor, Atmosphären, Basel 2006, S. 13.
Auf unserer Reise durch das Rheinland begegnen wir einer vielfältigen Architekturlandschaft, in der sich unterschiedliche Zeiten, Materialien und Nutzungen überlagern. Kirchen, Museen, industrielle Bauten und Wohnhäuser zeigen, wie Architektur auf Ort, Licht, Materialität und klimatische Bedingungen reagiert und daraus ganz eigene räumliche Atmosphären entwickelt. Diese Orte wollen wir mit all unseren Sinnen erfahren und unsere Beobachtungen mittels Skizzen, Frottagen, Fotos und Texten in Partituren – d. h. einzelnen Stimmen, die sich zu einem atmosphärischen Ganzen zusammensetzen – festhalten.
Uns interessiert, wie Temperatur, Licht, Schatten, Material, Farbe, Handwerk und Proportion unsere Wahrnehmung von Raum bestimmen. Von introvertierten sakralen Räumen über massive Beton- und Ziegelarchitekturen bis hin zu grossen industriellen Hallen bewegen wir uns durch unterschiedliche Zeiten, Massstäbe und architektonische Haltungen. Gemeinsam gehen wir der Frage nach, was einen Raum atmosphärisch prägt und wie sich seine räumliche Qualität zwischen Behaglichkeit und Unbehagen, zwischen Wärme und Kühle, zwischen Licht und Schatten bewegt.