Bettina Krack
Die Kreuzung zwischen dem Bläsiring-Schulhaus und dem Alterszentrum ist stark befahren und begangen. Doch trotz des Personenfluss bietet die Kreuzung weder im kleinen Park noch sonst irgendwo einen attraktiven Platz, der zum Verweilen einlädt. Die Intervention basiert auf der Vision einer grünen, autofreien Stadt im Jahr 2050. Schwellen wie Gehwege und strikt parzellierte Spiel- und Aufenthaltsflächen lösen sich auf. Durch unterschiedlichste Grünflächen im gesamten Strassenraum des Quartiers werden jedoch dynamische neue Wege gebildet. Die entstandenen Grünflächen sollen nebst dem neuen Erscheinungsbild zudem für den Anbau und die Selbstversorgung des Quartiers sorgen. Der Eingriff, der sich auf die gesamte Kreuzung setzt, fungiert einerseits als Sonnenschutz und andererseits als raumschaffendes Element, welches trotz der Durchlässigkeit einen etwas privateren Bereich darstellt. Unter der filigranen gerasterten Holzkonstruktion wird für diverse gemeinschaftliche Aktivitäten ein Raum geschaffen, der auf dem Gedanken der Selbstversorgung basiert. Einerseits gibt es den grossen Gemeinschaftstisch. Dieser dient als Ort des Zusammenkommens, an welchem Senior*innen, Schüler*innen oder Anwohner*innen nachdem sie ihr Gemüse und Obst in den Strassen geerntet haben, dies an einem grossen Tisch rüsten und essen und sich währenddessen austauschen. Nebst einer kleiner Lagerfläche gibt es eine Outdoor -Küche mit Feuerstelle, sowie ein Nebelfänger, der zur Wassersammlung dient. Das neue Bauwerk, was nicht in den baulichen bestand eingreift und trotzdem mit Gegebenem interagiert, soll an seiner zentralen Lage ein Ort des Zusammenkommens bilden, der zudem den wichtigen Aspekt der Selbstversorgung miteinbezieht.