Katharina Handy
Der Entwurf sieht eine Umverteilung von baulicher Masse und Freiraum vor. So entsteht eine große Grünfläche im Süden der Parzelle, begleitet von punktuellen Nachverdichtungen des nördlichen Teils. Ein Neubau dient als Filter zwischen dem neuen Quartierpark und dem neuen Hofraum.
Auch innerhalb des Gebäudes wird das Filtern und Schichten zum raumbestimmenden Prinzip. Eine Zwischenzone vermittelt zwischen der Öffentlichkeit des Laubengangs und der privaten Wohnung, die bestimmt wird durch die Einflüsse der Umgebung, wie Sonne und Frischluft, und durch die unterschiedlichen klimatischen Anforderungen verschiedener Nutzungen. Hanfkalkwände schützen das primäre Stahlskelett gegen Feuer und bilden Wärmeinseln für die Nassbereiche im Zentrum der Wohnung. Vorhänge und Trombe-Wände modulieren die Klimazonen weiter. Diese Herangehensweise ist nicht nur eine energetisch suffiziente Lösung für ein Wohnhaus, sondern hinterfragt auch unser heutiges, undifferenziertes Verständnis von Komfort und Behaglichkeit.