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VELOWERK: LEUKERBIKE

In Leukerbad gibt es relativ wenige ständige Einwohnende im Vergleich zur Anzahl der Touristen.

Die Schwerpunkte des Tourismus von Leukerbad liegen auf Sport, Thermenkultur und Gesundheit.

So sollen neue Arbeitsplätze entstehen mit einer Veloproduktion und Forschung. Neben der

Produktion wird eine Halle für Konzerte, Tanz und Kino entstehen, die von den Einwohnenden

genutzt werden kann.

Durch das Ablösen von den umliegenden Bauten entstehen offene Durchgänge. Die Tragstruktur

im Erdgeschoss des länglichen Körpers bleibt erhalten. Mit der Verlegung der Talstation auf die

Wiese im Südosten des Rathauses wird die Bushaltestelle in die Thermenstraße verlegt. Dadurch

dient die Fläche über dem Parking neuerdings als Teststrecke für die Veloproduktion und

Forschung.

Im Obergeschoss unter dem Laternendach befindet sich die Produktion von Fahrradrahmen und

Felgen. Die Montage der Fahrräder erfolgt im Erdgeschoss, von wo aus direkt Testfahrten über

die Rampen auf die Testfläche im Westen möglich sind. Im Obergeschoss wird auf Fenster

verzichtet, und dafür sorgt das Laternendach für indirektes Licht, das sich ideal für die

Produktionsbedingungen eignet. Ein Podest entlang des Volumens im Westen erweitert den Raum

und dient als Aufenthaltsfläche mit Bezug zum Café und Blick auf das Daubenhorn.

Der Dorfplatz wird vergrößert und für verschiedene Events wie Festivals, Konzerte, Märkte und

Open-Air-Kino genutzt. Die doppelgeschossige Halle ist flexibel nutzbar und kann in

verschiedene Raumgrößen unterteilt werden – in Querrichtung mit Schiebeelemente und in

Längsrichtung mit Vorhängen. Bestehende tragende Wandelemente strukturieren den Grundriss in

Streifen von Ost nach West, was die Nutzung beider Seiten und die Schaffung von Verbindungen

ermöglicht.

In den Untergeschossen bleibt das Parking bestehen. Ausser im ersten Untergeschoss entsteht

eine neue Rampe zum Veloparking, WC-Anlagen für die darüberliegenden Geschosse und

Lagerflächen für die Produktion. Auf dem Platz im Osten wird ein geschwungenes, sich zum Platz

hin öffnendes Dach errichtet, das mit Materialräumen zur Bespielung des Platzes zum Friedhof

hin einen Rücken bildet. Die Erschließung im Gebäude erfolgt über mehrere einläufige Treppen,

was eine spätere Umnutzung ermöglicht.

Im Erdgeschoss werden die bestehenden Stahlbetonstützen mit vorgehängten Stahlelementen

verkleidet und große Metallschiebefenster installiert. Die Aufstockung erfolgt in

Holzrahmenbauweise, und für die Laternen auf dem Dach werden Holzfachwerkträger

verwendet. Die Stützen im Erdgeschoss werden in der Fassade des Obergeschosses übernommen

und jeweils vereinfacht mit zwei HEA-Trägern weitergeführt. Die Fassade der Obergeschosse

besteht aus naturbelassenen Holzplatten aus Fichte.

Modellbild aussen
Querschnitt