Ondina von Hartz

Der Entwurf schöpft vorhandene Qualitäten aus. Städtebaulich führt das Aktivieren und Neuprogrammieren der Industrietypologien eine hohe Dichte und Nutzungsvielfalt. Eine clevere Durchwegung und eine ausgeglichene Balance zwischen Nutz- und Freiräumen gliedert das neue Gefüge aus Wohnen, Arbeiten und Freizeitangeboten.

Im gleichen Esprit wird das Produktionsgebäude der Thomyfabrik zu einem Wohnhaus umfunktioniert. Das modulare Betonskelett mit Rippendecken erlaubt ein unkompliziertes Neuarrangieren der Struktur. Wo die Struktur von klarer Geschossigkeit geprägt war, entstehen Durchbrüche. Wo es immense Lufträume gab, liegen neue Zwischendecken. Ergänzend verschränken sich dreigeschossige Holzeinbauten mit zwei hohen Industriegeschossen. Im Bestand liegen die Zwischenwände unter den Betonrippen und bieten statt gefassten Zimmern sich überlagernde Raumkonfigurationen. Das Resultat ist ein vielfältiges Repertoire an Wohnungstypen mit geteilten Aufenthaltsräumen und Verkehrsflächen – eine reichhaltige Maschine städtischen Lebens.

Schnitt
Axo
Axo Städtebau
Foto Bestand
Grundrisse
Regelgeschoss
Situationsplan
Struktur
Visualisierung