Landschaftspark für die Metropolitanregion Basel
Dozent: Andreas Bründler | Assistenz: Vesna Jovanović | Begleitung: Andreas Nütten
Ausgehend von den geografischen Gegebenheiten der beiden Flüsse Rhein und Wiese entwickeln wir östlich des heutigen Stadtgebietes zwischen Basel und Riehen einen Landschaftspark. Dieser stellt eine räumliche und atmosphärische Verbindung zwischen den beiden Fliessgewässern her, um im Zusammenschluss einen kontinuierlichen, ringartigen Vegetationsgürtel um den Stadtraum zu bilden.
Der Landschaftspark wirkt als ein neues städtebauliches Motiv und kann in der Verbindung mit vorhandenen Freiräumen übergeordnet wahrgenommen werden. Ziel ist es, einen Ort von öffentlichem Charakter mit vielseitiger Aufenthalts- und Nutzungsqualität zu schaffen. Bauliche Strukturen sollen diesen ergänzen oder auch umfassender prägen. Mit dem Landschaftspark
entsteht ein städtischer Freiraum neuer Dimension, der die Tendenz massstäblicher Entwicklung der Kernstadt spiegelt. Nebst Grösse und Form stellen innere Tiefe und konzeptionelle Logik eine wesentliche Bedingung dar, um den Ort Teil der metropolitanen Landschaft werden zu lassen.
Auf einer freien Vision aufbauend bildet die Parkkonzeption die Basis für die weitere bauliche Entwicklung im Stadtrandgebiet. In Sinne einer Inversion projiziert der Park eine neue städtebauliche Ausgangslage, anhand derer die morphologische Struktur einer künftigen Bebauung definiert werden soll.
In Anlehnung an frühere und heutige Infrastrukturbauwerke zur Wasserbewirtschaftung und Versorgung der Stadt und in direkter Nähe zu den Fliessgewässern soll das Element Wasser ein tragendes Motiv des Landschaftsparks darstellen. Zudem sollen im Entwurf aktuelle Fragestellungen der Stadtentwicklung aufgegriffen und dazu adäquate Antworten aufgezeigt werden.
Fokusprojekt 1
Im ersten Teil der Projektentwicklung fokussieren wir uns auf die Konzeption des Parks. Anhand verschiedener Stegreifaufgaben nähern wir uns dem Ort, seiner Physiognomie und Konstitution an. Zugleich erarbeiten wir uns ein Grundvokabular, um in entsprechenden Massstäben und Begriffen arbeiten zu können. Wie lässt sich Landschaft bewusst gestalten, welche methodischen Ansätze verfolgen wir, um kohärente Konzepte hervorbringen zu können?
Ziel ist die konzeptuelle Entwicklung der Parkstruktur, wobei es gilt, Aussagen zu deren räumlichen und atmosphärischen Artikulation zu machen. Grundgerüst hierfür bildet das jeweilige Freiraumszenario, welches auf auf definierten Grundsatzüberlegungen zur zukünftigen Qualität des Ortes basiert.
Die übergeordnete Strategie wird ergänzt durch konkretere Ausformulierungen einzelner Schlüsselpositionen. Diese veranschaulichen erste Gestaltungsgrundsätze und vermitteln die wesentlichen Momente des Parkcharakters.
Abgabe
Fundusdarstellungen und Konzeptskizzen
Konzeptueller Übersichtsplan Landschaftspark 1:2’000
Abstrakte Modelldarstellung 1:5’000 bis 1:1’000 global oder fragmentarisch
Fokusdarstellungen planimetrisch oder isometrisch 1:200 bis 1:50
Ergänzende, freie Bilddarstellungen
Fokusprojekt 2
In der Fortschreibung des Bearbeitungsprozesses formulieren wir auf Basis der Parkkonzeption eine mögliche städtebauliche Entwicklung im umliegenden Stadtrandgebiet. Deren Morphologie soll den wesentlichen Überlegungen der Parkvision folgen und das Gebiet dadurch als kohärenten Teil der grösseren Stadtlandschaft erklären können.
Nebst der vertieften Präzisierung des Landschaftsparks wird parallel an der Detaillierung eines wesentlichen öffentlichen Ortes innerhalb des Parks gearbeitet. Denkbar ist hierbei auch die Entwicklung von baulichen Strukturen, deren Nutzung sich aus der Parkkonzeption erschliesst und diese ergänzt.
Abgabe
Erläuterungen zum Projekt in Schriftform und freier Darstellung
Planimetrische oder isometrische Plandarstellung des Parks 1:1’000
Zur Erläuterung des Projektes notwendige Schnitte
Fokusdarstellungen öffentlicher Ort, planimetrisch oder isometrisch 1:200 bis 1:50
Bildhafte Umsetzung zur umfassenden Erläuterung des Projektes
Modelldarstellung 1:1’000 bis 1:50 global oder fragmentarisch