Nicolas Messmer

ATLAS

EINE NEUE SEILBAHNSTATION FÜR LEUKERBAD

Die Gemeinde Leukerbad will die alte Pendelbahnstation am Rande des Dorfes in das Zentrum, gegenüber

vom Rathaus verlegen. Bei diesem Projekt geht es darum, die Station auf die Parzelle des Rathauses zu setzten

und die Wohnparzelle auf der die neue Station angedacht ist, freizuspielen. Dies führt dazu, dass sich der ganze

Verkehr, der nach Leukerbad kommt, an einem Ort gebündelt wird. Denn das Rathaus beherbergt sowo hl die

Tiefgarage für die Autos als auch den Busterminal.

Das bestehende Rathaus wird bis auf die Tiefgarage, die Treppenkerne und einige Wände im Erdgeschoss kom-

plett ersetzt. Grund dafür ist, dass die Pendelbahnstation ein eigenes, sehr grosses Raumprogramm und ande-

re technische Voraussetzungen mit sich bringt, die man nicht mit dem Bestand zusammenbringen kann. Die

konzeptionelle Überlegung der Gebäudeorganisation besteht darin, im Erdgeschoss die Gäste von Leukerbad

zu empfangen und zu verteilen. Des Weiteren befinden sich dort Einkaufs und Verpflegungsmöglichkeiten. Das

Erdgeschoss soll die Funktion eines massiven Sockels übernehmen. Dies kennzeichnet sich durch die gestock-

ten Betonoberflächen und massiven Stützen. Die Metalldecke des Erdgeschosses deutet aber darauf hin, dass

sich darüber ein Findling befindet, in dem sich die Pendelbahn befindet. Als Gast wird man von den grossen

Treppenanlagen vor und im Erdgeschoss nach oben gesogen und findet sich dort in einer neuen eigenen Welt

wieder. Im 1. Obergeschoss wird man zur Umlaufbahn Richtung Gemmi und zu den Ticketschaltern geleitet.

Die Gäste die zum Torrent wollen werden nun über eine grosse Rolltreppe nach oben in das 3. Obergeschoss

befördert. Im 2. Obergeschoss befinden sich Lager – und Aufenthaltsräume für die Arbeiter.

Da sich im alten Rathaus auch die „MyLeukerbad AG“ befand, bekommen diese ab dem 3. Obergeschoss ihre

Büroräumlichkeiten zurück.

Vom Ausdruck her passt sich das Gebäude den grossen umliegenden Strukturen an. Trotz auffallender Form

und Materialität, fügt es sich in das Dorf ein. Der Findling, den man als Stein der in Metall eingehüllt ist, deu-

ten kann sitzt selbstbewusst auf dem massiven Sockel.