Raphael Suter
cross over
Das Rathaus ist eine wichtige Schnittstelle für das Dorf Leukerbad. Mit dem Busterminal und der fünf- geschossigen Tiefgarage ist es der Ankunftsort für alle Gäste im Dorf. Kommt man mit dem Auto oder mit dem Bus beim Rathaus in Leukerbad an muss man dieses durchqueren. Für mich ist dies die primäre Funktion des Hauses. In einem Grösseren Kontext stellt sich das Gebäude zwischen das von der Industrie geprägte Rhonetal und das idyllische Bergdorf Leukerbad. Das Rathaus ist die Drehscheibe, in der dieser Wandel passiert. Ein weiterer wichtiger Anhaltspunkt für meine Arbeit ist das klassische Berghaus welches aus einem massiven Steinsockel und einem Holzaufbau besteht. Auf diesen Gegensätzlichkeiten, vom industriellen Walliser Haupttal und dem touristisch geprägten Bergdorf, sowie dem Massiven Sockel und dem leichten, aufgesetzten Holzbau baue ich mein Projekt auf. Bereits heute existieren in und um das Rathaus eine Vielzahl von Erdgeschossnutzungen. Das Ziel meines Projektes ist es diese Hub-Funktion, die heute schon existiert, aufzunehmen und weiter zu verstärken. Im Erdgeschoss entstehen neben dem grosszügigen Durchgang zwei flexibel nutzbare Flächen, die als Coworkingspace, Bibliothek, Aufenthaltsraum aber auch als Treffpunkt dient. Das Programm wird ergänzt durch einfach ausgestattete Kleinwohnungen die durch Gemeinschaftsbereiche ergänz wer- den. Die Wohnungen sind für temporäre Nutzung konzipiert. Sie können von Studierenden, Saisoniers, aber auch TouristInnen bewohnt werde. Der einfache Ausbaustandard der Wohnzellen soll eine möglichst flexible Nutzung ermögliche. Diese Einfachheit wird durch grosszügige Gemeinschaftsräume ergänz. Durch Abbruch des Rathauses über dem Erdgeschoss und den beiden Flügeln die den Platz Fassen wird ein massiver Sockel, welcher die Erdgeschossnutzungen beinhaltet geschaffen. Auf der Platzseite entsteht ein neues, ebenfalls massives Volumen, welches den neuen Platz fasst. Dieses Volumen bein- haltet die Erschliessung der Wohnungen im Obergeschoss, sowie die Gemeinschaftsbereiche. Die Wohnungen befinden sich über dem bestehenden Erdgeschoss. Ein leichter Holzbau wird auf den massiven Sockel aufgesetzt, über einen Laubengang auf den Platzseite erschlossen befinden sich jeweils 15 Wohnungen auf einem der vier Geschosse.