WERKSTATT FÜR EIN QUARTIER IN ALLSCHWIL
Elena Brogle
Allschwil möchte sich weiterentwickeln und das heute nicht mehr vollständig genutzte Quartier Ziegelei-Ost zu einem beliebten Wohn- und Arbeitsraum für eine breite Masse von Menschen zugänglich machen. Im heutigen Zustand werden nur noch ca. 40 % der Gebäude aktiv genutzt. Viele Bereiche und Teile von den grossen Strukturen stehen leer oder werden nur als Lagerflächen vermietet. Nach dem Brand 1903 wurde die Ziegelei-Ost komplet neu errichtet. Das Gebiet zeichnet sich aus durch sehr grosse Strukturen, welche sich in den vergangenen Jahren mit Annexbauten weiterentwickelt hat. Die Quartierentwicklung schlägt eine gemischte Nutzung von Wohnen und Abreiten vor. Diese sollen aber differenziert werden und angepasst an die kontextuellen Gegebenheiten. Das heisst, dass zur befahrenen Binnigerstrasse eher Arbeiten und Gewerbe stattfinden soll und im rückwärtigen Raum Wohnen an- geboten werden kann.
Ich beziehe mich in dieser Arbeit auf die Durchwegung des Quartieres und möchte mit meinem Eingriff der Entwicklung einer Quartierswerkstatt einen bedeutsamen Raum für das gesamte Wohnquartier, aber auch für die umliegenden Gewerbe generieren. Der Ort soll Menschen von Allschwil, aber auch Leute, welche die Velowerkstatt, das Kulturhaus oder eine Yogastunde besuchen wollen, anziehen. Durch den städtebaulichen Eingriff mit dem langen, schlanken Stahlriegel wird die tote Fassade, welche durch den Abbruch des zentral liegenden Gebäudes freigelegt wird, neu bespielt und für Alle geöffnet.
Die Kolonnade entlang der Fassade bietet nicht nur einen von der Witterung geschützten Aussenraum, sondern beinhaltet zusätzlich ein breites Angebot an verschiedenen vermietbaren Räumlichkeiten im ersten Obergeschoss.
Die bestehenden Hallen werden als grosse Strukturen weitergenutzt. Die grosszügigen Flächen werden von einer Schreinerei, der Quartierwerkstatt sowie dem Kulturhaus mit Restaurant, Café und Foyer des Theaters genutzt und bleiben so bestehen. Im zweiten Obergeschoss liegt das neue Vorstadt Theater.
Die Quartierwerkstatt gliedert sich in einen unbeheizten und beheizten Teil. Der beheizte Raum ist zentral und als runder Körper in einer Holz- Lehmbauweise geplant. Durch Falttüren entsteht eine enge Beziehung zwischen Aussen und Innen. Die Möbel sind auf arretier fähigen Rollen, so können sie flexibel genutzt werden.