Rhythmische Kombination aus verschiedenen rechteckigen streifen und mehreren Dreiecken

Roman Schürch

Konzept

Im Norden des Voltaplatzes, südlich der französischen Grenze liegt ein Viertel Basels dessen Gegenwärtige Disposition ein un- geheures Potenzial birgt. Mit dem Volta Nord wird Städtebaulicher Entwurf realisiert der neben Wohnen auch neue Arbeitsplätze, von Büro über Industrie schafft. In direkter Nachbarschaft zu diesem Fakt sind zwei alternde industrielle Anlagen. Die Brenntag, ein Chemie Importeur, und die Verarbeitungszentrale der Bell, Der grösste Fleischverarbeiter der Nation. So finden wir die einzigartige Situation das neben einem wichtigen Entwicklungsareal Basels noch zwei weitere Areale liegen die wohl in den nächsten 30 Jahren eine ähnliche Transformation, von der Industriebrache zur Zwischennutzung über zum Wohn und Geschäftsviertel.

Zur Grenze hin gibt es noch einen Rest der Gründerzeitlichen Strasse zum Zoll hin, eine Ateliergemeinschaft findet sich mit ein paar Wohnungen und einem Restaurant eingeklemmt zwischen Landesgrenze und dürftig ausgenutzten Inudstriegeländen. Unter dem Brennglas dieser Umstände liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Frage; Wie lässt sich dieser Städtische Kompromiss aus Wandel und Konstante nutzen und inwieweit kann dieser Kompromiss das Kleingewerbe im Quartier stärken.

Der Projektperimeter befindet sich an der Schlachthofstrasse, gleich nach der Kreuzung mit der Elsässerstrasse. Eine Parzelle auf der ein Konglomerat aus Lagerhallen und Bürogebäuden steht. Zum eigenen Hof hin orientiert waren sie lange ein Lager für zu rezyiklierendes Altpapier.

Der Eingriff will das Gelände kleinzelliger gestalten, lebhafter um so eine Nachbarschaft zum bereits existierenden Kleingewerbe- areal zu schaffen. Die Strukturen der hallen aufgelöst, wird der Hof in seiner Fläche verdoppelt. Der hintere Bereich wird dem Handwerk, dem kleinen Betrieb zur Verfügung gestellt. Der vordere Bereich der Öffentlichkeit, um mittels eines Restaurants in his- torischer Substanz, und einem dem Quartier Zurückgezogenem Hof ein Ventil für die werdende Dichte zu schaffen. So kann die Schlachthofstrasse eine neue, aber bekannte Identität erlangen. Als Startschuss, als neue Adresse des Areales soll eine öffentliche Werkstatt dienen. Als Charakterstarkes Gebäude zur Strasse hin, bietet sie die Infrastruktur, um die eigenen handwerklichen Ambitionen auszuleben.

Das Restaurant wird mit Ausstellungsflächen kombiniert, so können die Produkte des Hofes ausgestellt und zu kauf dargeboten werden. Der Anspruch ist nicht nur einen Ort für das Kleine Handwerk zu bieten, sondern auch ein Bewusstsein für jenes zu för- dern.

Sozial

Der neue Hof steht im Zeichen der Wiedereingliederung AHV/ IV Rentnerinnen. Unter Betreuung stellen die Bewirtschaftung des Gasthofes, die Hauswartung des Areales und die Organisation der öffentlichen Werkstatt verschiedene Arbeitsbereiche. Die Wiedereinzugliedernden sollen so, den eigenen Fertigkeiten gerecht, neue Kompetenzen erlangen und vor allem das eigene Selbstvertrauen zurückzuerlangen. So sollen Sozial- sowie Arbeitskompetenzen im Einklang mit der zu verrichtenden Arbeit gestärkt werden. So wird im Falle des AHV/IV Rentners das Gefühl überflüssig zu sein unterbunden und im falle der wiederein- zugliedernden Jugend ein belastbares Fundament in Sozial- und Arbeitskompetenz geschaffen.

Statik

Im Bestand der Hallen werden gezielt einige Strukturelle Elemente mit neuen ersetzt, so kann der Hof geöffnet und die Einheiten kleinteiliger werden. einige Bereiche werden nachgehend isoliert, die Dächer mit PV anlagen ausgerüstet sowie diverse Einbauten in Holzbauweise führen die alten Wände zu einer neuen Nutzung über.

Ursprung des Konzeptes der Werkstatt, ist die Idee der Raumhaltigen Wan. So formuliert sich die Werkstatt als schmaler, Langer Raum zwischen zwei Regalwänden. Auf diesen liegt ein Steil angewinkeltes Dach aus einer Brettstapelkonstruktion. Ausgesteift wird das Gebäude über Zugstäbe, die das Dach und die Wände an den Wangen in den eigenen Sockel und in die alte Brandmauer eines längs abgerissenen Gebäudes zurückspannen.

Dem Thema des Zuges und dem Zurückspannen Folgen bildet sich die Dachhaut aus einer Textilen Membran, ebenfalls in den eigenen Sockel und die Brandmauer über den First gespannt.

Ansicht
Schnitt
Axonometrie
Konstruktion
Nachhaltigkeit
Axonometrie
Grundriss
Modellbild
Modellbild