Musterschule 3
Entwurf: Jan Güntensperger
Standort: Messehalle 3, Rosental, Basel
In der alten Messehalle soll eine neue Hochschule für Architektur, Ingenieurwesen und Kunst entstehen.Die Halle liegt sehr zentral in Basel und soll deshalb mehr als nur Hochschule sein, sondern einen Mehrwert für die ganze Umgebung schaffen.
Transformierung Abbruch/Neu: Die Messehalle aus dem Jahr 1934 hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Der ursprüngliche Solitärbau ist heute von zahlreichen Anbauten umgeben. Diese sind oft städtebaulich oder architektonisch sehr störend und lassen die Halle selbst stark in den Hintergrund treten, so dass sie kaum mehr wahrgenommen wird. Ein Grossteil dieser Anbauten soll daher rückgebaut werden, um der Halle wieder mehr Präsenz im Straßenraum zu verleihen.
Struktur: Die Messehalle hat eine schöne bestehende Struktur. Für die neuen Räumlichkeiten soll ebenfalls eine Stahlkonstruktion eingefügt werden, mit der Idee, das bestehende Konstruktionssystem weiterzuführen. Dieses „Stahlskelett“ kann bei zukünftigen Änderungen des Raumprogramms leicht angepasst oder sogar rückgebaut werden.
Zonierungen: Durch die Verschiebung der Fassade nach innen entstehen 3 Zonen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten. Auf der nördlichen Seite, zum ruhigen Quartier, entsteht eine unbeheizte Werkhalle mit einer leichten Hülle. Sie bietet viel Platz für den Bau von 1:1 Mockups oder als Raumerweiterung zum Arbeiten sowie für Kritiken und kleinere Veranstaltungen. Auf der südlichen Seite entsteht ein Platz, der durch angrenzende Nutzungen belebt wird und einen spektakulären, geschützten Ankunftsort bietet. Beide Bereiche sind der Öffentlichkeit jederzeit zugänglich. In der Mitte befindet sich das Volumen mit allen warmen, beheizten Räumen. Durch das Ersetzen eines Teils der Dachhaut durch lichtdurchlässige Konstruktionen sollen die Innenräume besser belichtet werden.
Programmierung: Ziel des Programms ist es, möglichst viel Raum anzubieten, der von der Hochschule und der Öffentlichkeit genutzt werden kann. Eine öffentliche Werkstatt, eine Bar, ein Forum und eine Bar im Erdgeschoss sowie eine Bibliothek mit freien Arbeitsplätzen im Dachgeschoss sollen zusammen mit dem S AM (Schweizerisches Architekturmuseum) ein öffentliches Angebot schaffen und den Austausch zwischen den verschiedenen Nutzern fördern.