Mobil/et
Entwurf: Mathujan Vijayanantha + Maximus Stoffel
Projektbeschrieb: “Der Bauplatz grenzt nördlich an das Schulhaus Hüslimatt und im Süden an das Busdepot der BLT. Im Osten liegt der Fussballplatz welcher unmittelbar neben dem Marbach liegt. Im Westen wird der Platz durch die Tramgleise begrenzt. Die Umgebung wird schon seit vielen Jahren von den Oberwiler:innen als ein Ort des Sports wahrgenommen. Es gab Anfangs den Eisweiher, welcher ebenfalls als Fussballplatz und als Marktplatz genutzt wurde. In den 60er Jahren kam das Schulhaus dann hinzu mit weiteren Möglichkeiten, Sport im Aussenraum zu betreiben.Das Volumen des Gebäudes ist schlank und lang gezogen. Es gibt eine klar getrennte Verkehrszone und Fussgängerzone. Wir definieren eine grosse Hallenstruktur in welche grössere Nutzungen Platz finden. Daneben gibt es den kleineren Kern mit kleineren Nutzungen und der Erschliessung.
Das Gebäude zeichnet sich durch seine primäre und sekundäre Struktur aus, die maßgeblich von den Fachwerken geprägt wird. Diese bestehen aus Stahl. Das primäre System wirkt wie eine Krone, die sich über das gesamte Gebäude erstreckt und in die die sekundären Fachwerkträger eingespannt sind. Das Tragwerk ist in einem Stützenraster von fünf Metern angeordnet und erstreckt sich über die gesamte Gebäudelänge von 85 Metern. Die Fachwerkträger im Erdgeschoss, sowie diejenigen im 1.Obergeschoss werden von einem ehemaligen Busdepot wieder verwendet. Es sind Fachwerksträger der Messehalle 3, in welche Elektrobusse der BVB standen. Die Träger dienten als Ladebrücken für die Elektrobusse. Da für die Busse ein neues Busdepot gebaut wird, gibt es keinen Bedarf für die Ladebrücken. Aufgrund dessen sind die Träger in der Bauteilbörse aufgelistet.Für unser Gebäude können wir die Gesamtlänge nicht ausnutzen. Zudem sind es Doppelfachwerke, welche sich erneut aufspalten lassen. Aufgrund der Gebäudebreite werden die Träger in der Mitte geteilt. Dies ermöglicht uns eine doppelte Anzahl der Träger. Aufgrund der früheren Nutzung und der passenden Materialität konnten wir die Träger vollständig ausnutzen und Graue Energie einsparen.Die Aufzugskerne fungieren zusammen mit dem seitlichen Querstab als aussteifendes Element. Zusätzlich tragen massive Bodenplatten auf den Fachwerkträgern zur Aussteifung bei und widerstehen den einwirkenden Querkräften. Aufgrund des untragfähigen Grundes befindet sich das Gebäude auf Pfählen.Auf beiden Seiten des Gebäudes befinden sich Aufhängungen, die an die Stahlstruktur angehängt werden. Die Wendeplattform für die Busse sowie die Tribüne, werden mittels Zugseilen in das Gebäude zurückgespannt. Die Gesamtstruktur soll sich bewusst nach Aussen zeigen, um den industriellen Charakter des Gebietes in Oberwil widerzuspiegeln.
Die thermische Hülle des Gebäudes verläuft im Inneren des Gebäudes durchgehend durch den Erschliessungskern. Der Erschließungskern, welcher vom Dachgeschoss bis ins Untergeschoss verläuft, sowie die Turnhalle sind isoliert und beheizt. Das Busdepot im Erdgeschoss und im 1.Obergeschoss liegen in der kalten Zone und müssen nicht beheizt werden. In jedem Raum im Gebäude kann mittels Fensteröffnungen optimal quergelüftet werden. Somit kann die man die warme Luft in Innerem abtransportieren. Eine Hinterlüftung mittels der doppelten Fassade ermöglicht zusätzlichen Durchzug.
Die Haustechnikanlagen liegen im gesamten Untergeschoss. Von hier aus werden die Leitungen durch die Steigzone hindurch im Gebäude verteilt. Die Steigzone liegt zwischen den beiden Aufzügen und ist jederzeit zugänglich. Die Energie wird mittels Energiepfählen gewonnen. Durch die nötige Pfahlgründung werden hier Energiepfähle angedacht.Die Wärme wird mittels der Wärmepumpe im Gebäude verteilt. Es gibt auf alles Geschossen ein Deckenheizung, welche die Wärme abgibt. An der Fassade, sowie auf dem Dach gibt es zusätzlich eine PV-Anlage welche zusätzlich Energie liefert.”