Crispin Keist
Entwurf : Crispin Keist
Basel befindet sich im stetigen Wandel. Durch fortschreitende Nachverdichtung verschwinden Brachen und Freiräume, die bisher für Zwischennutzungen und niederschwellige kulturelle Angebote genutzt wurden. Dadurch gehen Orte für kulturelle Produktion und informelle Nutzung verloren.
Das Projekt entwickelt ein hybrides Gebäudemodell, das kulturelle Nutzungen dauerhaft in die bauliche Struktur integriert. Durch die Kombination von Kultur- und Wohnnutzung entsteht ein wirtschaftlich tragfähiges System, das kulturelle Programme langfristig ermöglicht. Das Gebäude gliedert sich in einen kulturellen Bereich mit Ateliers, Ausstellungsraum, Raum für sportliche Aktivität und Clusterwohnungen sowie einen Wohnteil, der die finanzielle Basis für die kulturellen Nutzungen bildet.
Der Austausch zwischen den Nutzenden konzentriert sich auf die gemeinschaftlichen und kulturellen Räume. Diese bilden die Schnittstellen zwischen Produktion, Alltag und Öffentlichkeit.
Die Wohnungen sind als flexible Grundrisse mit zwei verschiebbaren Wänden konzipiert und lassen sich zwischen 2.5- und 3.5-Zimmern anpassen. Die zweiseitige Belichtung über Fassade und Atrium sorgt für gute natürliche Belichtung und räumliche Qualität. Der Hauswirtschaftsraum kann bei Bedarf in die Küche integriert werden und erhöht die Nutzungsflexibilität.
Insgesamt entsteht ein kompakter, anpassungsfähiger Wohnungstypus, der auf unterschiedliche Wohn- und Arbeitsformen reagiert und Wohnen als Teil eines gemischt genutzten Gebäudes versteht.