Dorian Weyl
Entwurf: Arnault Graftiaux
“WSJ-510 ”
Das ehemalige Hauptgebäude WSJ-510 auf dem Novartis Campus erhält seine ursprüngliche städtebauliche Einbindung zurück, da die Hüningerstrasse, die heute am Novartis Campus endet, im städtebaulichen Szenario wieder geöffnet wird und die Verbindung zum Quartier sowie die städtebauliche Einbettung wiederherstellt.
Ausgehend von Yves Lions Domus Demain erprobt das Projekt eine Wohnstruktur in Schichten, die unterschiedlichen Grade von Gemeinschaft, Fürsorge und Rückzug räumlich sichtbar macht. Die Wohnungen sind über offene Wohnhallen erschlossen, während Filterzonen als Schwellenräume fungieren. Mit zunehmender Tiefe wird die Wohnung privater. Die Schichten schaffen Durchlässigkeit und verschiedene Grade der Vernetzung und gegenseitiger Unterstützung. Ergänzend dient ein drehbarer Schrank als raumbildendes, adaptives Element, das die Schichtung flexibel verändert und auf unterschiedliche Lebenssituationen reagieren kann. So wird untersucht, wie diese Filterschichten Care-Arbeit, Gemeinschaft und Privatheit räumlich differenziert abbilden.
Das Erdgeschoss bildet eine öffentlich zugängliche Grünzone. Nutzgärten im Innenhof schaffen Aufenthaltsräume im Quartier. Der heute unterirdisch geführte Bachgraben wird an die Oberfläche zurückgeholt und macht den Bezug zum Rhein erfahrbar.