off the grid
Entwurf: Felix Kohli
Die in der Grundstrategie formulierte These einer Weiterentwicklung des Schönthals, basierend auf den vorgefundenen, bestehenden räumlichen Qualitäten, begegnet das Projekt mittels einer genauen Analyse des landschaftlichen Bestandes. So ordnet sich das Projekt zwischen den Aspekten der Landschaft als Bild und der Landschaft als Raum zum Sein ein. Dieser Ausgangslage folgt schliesslich das Projekt, welches als abgelegenes Wohnatelier für zwei Künstler formuliert wird. Dadurch kann das bestehende Artist-in-Residence-Programm des Vereins Kloster Schönthal weiterentwickelt und ein spezifisches Angebot geschaffen werden.
Der formulierten Strategie gerecht werdend, wird der Baukörper als Endstein eines der Kunstwege gesetzt. Dabei wird das Begehen eines Weges zum zentralen Konzept. Das Atelier wird als Station einer Waldstrasse / eines Weges entwickelt. Vom rechtlichen „Endpunkt“ der Strasse aus wird dieses auf der Mittellinie als Wand formuliert. Diese Wand wird mittels einer «Mauerkrone» bedacht, welche wiederum den bestehenden Weg, das einzelne menschliche Fragment des Ortes, erhält und entwickelt. Die zentrale Wand, aus kontextuellen und rechtlichen Gründen als Kurve geformt, manipuliert die zwei Räume des Ateliers. Das Atelier entwickelt dadurch eine ausgesprochene innere Janusköpfigkeit; der Akt des Durchschreitens der Wand wird als mehrfache Abfolge architektonischer Momente entwickelt.