Access for all – HS20
Flussraum Rhein
Der Rhein und seine Ufer bilden den grössten und wichtigsten öffentlichen Raum für die Stadt Basel. Wir haben miterlebt, wie in den letzten Jahren das Rheinufer – insbesondere das Kleinbasler – stark aufgewertet wurde. Neue Böschungen, Bäume, Bepflanzungen, Treppen- anlagen, Grillplätze und Buvettes. Kleinbasel erhielt seinen Zugang zum Rhein und der Rhein wurde zum Raum mit der vermutlich stärksten sozialen Durchmischung. Hier kommen alle Gesellschaftsgruppen zusammen. Wenn sich das Städtische durch Heterogenität auszeichnet, kann man den Rhein als urbansten Ort Basels bezeichnen.
Schaut man sich die Nutzungen auf Erdgeschosshöhe entlang des Rheins an, bemerkt man eigentlich Erstaunliches: So viele geschlossene Fassaden, so viele Garagen! Die mitunter attraktivsten Orte der Stadt sind für Autos reserviert oder privatisiert. Aber öffentliche, oder halböffentliche Nutzungen finden sich – mit Ausnahme eines kleinen Abschnitts rund um die Mittlere Brücke – eigentlich nur wenige. Man wünscht sich, dass sich hier mehr Nutzungen für die Gemeinschaft ansiedeln würden, analog zum Beispiel der Dreirosen Anlage, den Rheinba- dis oder neue Verbindungen wie der Uferweg nach Frankreich.
In einem Transferprozess übertragen wir Erkenntnisse und Strategien aus der Analysearbeit in eigene visionäre Projekte für Basel. Fünf neuralgische Orte entlang dem Flussraum werden näher betrachtet, neu interpretiert und programmiert. Neue Nutzungen sollen Platz in eigens dafür entworfenen kräftigen räumlichen Strukturen integriert werden und so Orte des Aufent- halts und Identifikation für die Basler Bevölkerung schaffen.