Fungora

Entwurf: Yelyzaveta Hrytskevych

In unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Egerkingen entsteht ein neues Forschungs- und Lernzentrum, das sich dem zukunftsweisenden Biomaterial Myzelium widmet. Der Entwurf verknüpft Bildung, Forschung und lokale Kreislaufwirtschaft zu einem integrativen Bauprojekt mit grosser ökologischer Relevanz. Das Zentrum nutzt den Bestand einer bürogebaude und zweier ehemaliger Silotürme – einer davonwird zu einem vertikalen Myzelium-Inkubator umgebaut. Über eine Brücke ist er direkt mit dem hauptbau verbunden, in dem sich Schulräume, Werkstätten, Labore, eine Aula sowieProduktionsräume befinden. Vor dem Gebäude öffnet sich ein grosszügiger Park – ein neuerFreiraum für die Gemeinde, der die Achse zwischen Bahnhof und Gaupark Einkaufszentrum stärktund das Quartier aufwertet. Das Projekt basiert auf einer kreislaufwirtschaftlichen Strategie: Reststoffe aus der regionalen Landwirtschaft und Holzverarbeitung dienen als Substrat für die Myzeliumzucht. Die daraus entstehenden Dämm- und Bauelemente werden vor Ort weiterverarbeitet, verbaut und teilweise auch vermarktet. Die Einnahmen fliessen zurück in die Forschung und Lehre – das Zentrum agiert so langfristig wirtschaftlich unabhängig. Gleichzeitig versteht sich das Projekt als bauliche These: Myzelium wird nicht nur funktional, sondern auch gestalterisch eingesetzt – sichtbar in der Konstruktion, Fassade und Innenausstattung. Der Bau macht die Materialität erfahrbar und öffnet einen Möglichkeitsraum für zukünftiges Bauenim Dialog mit der Natur.

Vision
Schwarzplan
Grundriss EG
Grundriss 1.OG
Ansicht Nord
Ansicht Süd
Aussenraum
Aussenraum
Innenraum
Innenraum
Schnitt
Schema