H LAB
Entwurf: Ladina Thurnherr
Standort: Garage, Dreispitz, Basel-Stadt
Eine neue Hochschule für die Institute Architektur, Bauingenieurwesen und Landschaftsarchitektur soll in einer ehemaligen Garage im Dreispitz entstehen. Diese wurde 1953 gebaut und seit dem zahlreich an-, um- und rückgebaut wurde. Der Entwurf soll ein neuer Schritt wagen und stützt sich dabei auf dem bereits gebauten. Somit nimmt er Bezug auf das bestehende Volumen und dessen Struktur und versucht eine neue Harmonie zwischen Bestand und Neubau zu schaffen.
Das Dreispitz befindet sich seit der Jahrhundertwende in einer grossen Entwicklungsphase. 2003 wurden erste Analysen von Herzog & de Meuron für dieses Quartier veröffentlicht. Daraus ergab sich die neue „Vision Dreispitz“. Die Vision wurde seit diesem Startschuss immer wieder neu und detaillierter ausgebaut und aktualisiert und bietet die Grundlage für den Entwurf.
Zum einen wird durch das neue Volumen, welches den bestehenden Riegel weiterzieht, ein städtebaulicher Abschluss des Dreispitz Quartiers geschaffen. Die bestehende Rampe wird neu die Haupterschliessung und bildet das Gelenk zwischen Bestand und Neubau. Dort wird unter anderem der neue Grüngürtel, der Broadway, welcher sich den bestehenden Tramgeleisen entlang ziehen wird, erweitert. Dahinter soll mit einer Brücke ein Bezug zu den Merian-Glärten geschaffen werden. Somit kann eine Verbindung zwischen Stadt und Park ermöglicht werden.
Drei Ateliers; das Entwurfsatelier in der bestehenden Shedhalle, das Werkatelier in der neuen Kassettenhalle und das Fokusatelier unter dem zusammenführenden Dach, bieten den Studierenden ein Ort für interdisziplinäres Arbeiten und für den direkten Austausch untereinander. Sie sollen dabei Platz bieten, um Theorie und Praxis zusammenzuführen. Gleichwohl soll dabei ein Spiel zwischen Innen- und Aussenraum, Konzentration und Handwerk sowie Einblicken im Erdgeschoss und Ausblicken auf dem Dach entstehen.