LEHMWERK
Matteo Di Milia
Das Lehmwerk an der Binningerstrasse wird als Produktionsort für vorfabrizierte Lehmelement genutzt. Lehm war in Allschwill schon früh ein wichtiger Bestandteil durch die Ziegelei. Dieses Material wird durch das Lehmwerk in einer anderen Form genutzt, und zwar für vorfabrizierte Lehmelemente. So können neue Lehmgebäude im Dreiländereck errichtet werden.
Erschlossen ist das Gebäude von der Binningerstrasse. Der Eingang wird vom austretenden Lehmkern markiert. Damit bekommt der Besucher und Mitarbeiter einen ersten Eindruck, welches Material im Innenraum dominiert. Zum Vorplatz entsteht eine Filterschicht bestehend aus öffentlichen Nutzungen, wie ein Shop, eine Werkstatt und private Räume wie ein Büro, Pausenraum und Labor.
Die Produktionshalle befindet sich im südlichen Teil des Gebäudes. Weil die Halle umgeben ist von geschlossenen Wänden, wurde ein neues Dach entworfen mit Oblichtern. Im oberen Geschoss sind weitere öffentliche Nutzungen, wie Ateliers, Vortragsräume und Ausstellungsräume geplant.
Durch den Versatz zu den zwei Gebäuden im Süden entsteht ein neuer Platz. Bespielt wird er mit einem Restaurant im Anbau, bei dem auch eine Dachterrassedazugehört. Durch die belebte Terrasse wird das Gebäude von Aussen als öffentlich wahrgenommen.
Betrieben wird das Lehmwerk von Flüchtlingen, welche ausgebildet werden und die neuen Lehmwände errichten. Zudem sind sie zuständig für den
Restaurantbetrieb und das Anpflanzen von Gemüse, wie auch für den Shop und die öffentliche Werkstatt. Das Lehmwerk wird zum Arbeitgeber, Kultur- und Versammlungsort.