Les Banlieues de Paris – zwischen Kernstadt und Stadtrand

Die Pariser Stadtentwicklung des 20. Jhd. ist von einer krisenhaften Wirtschaftslage und einem instabilen politischen und demografischen Kontext geprägt. Um auf die verschiedenen Wohnungskrisen zu reagieren, werden neue Arten von Stadterweiterungen entlang der Peripherie entwickelt: Diese beinhalten sowohl grosse Wohnsiedlungen und Gartenstädte, Grands Ensembles und Villes nouvelles, wie auch die flächendeckende Einführung des Einfamilienhauses.

Durch den Besuch von ausgewählten Projekten wie der Grands Ensembles Abraxas von Ricardo Bofill (1978 – 83) und den Arènes Picasso von Manuel Núñez Yanowsky (1977 – 85) – welche im Rahmen der neuen Stadt Marnela- Vallée entworfen wurden – werden wir einige dieser Entwicklungen an konkreten Beispielen nachvollziehen können.

Der Beginn des 21. Jhd. ist vom Willen geprägt, die Hauptstadt und ihren Ballungsraum als eine Einheit und nicht mehr als zwei getrennte Teile zu betrachten.

Diese Strategie findet ihren konkreten Ausdruck im Stadtentwicklungsprojekt ‹Grand Paris›, einer grossen städtebaulichen, architektonischen und infrastrukturellen Planung mit dem Ziel, das Leben der Einwohner zu verbessern, die Ungleichheiten zwischen den Gebieten zu reduzieren und ein nachhaltiges, städtisches, soziales und wirtschaftliches Modell zu entwickeln. Ein Beispiel dafür ist das Stadtprojekt Paris Saclay mit exemplarischen Projekten wie dem Studentenwohnheim von Bruther und dem ‹Lieu de Vie› von Studio Muoto.

Arènes de Picasso © Manuel Núñez Yanowsky
Halle y DATA architectes © Jean-Pierre Dalbéra