Semesterprogramm

Ein Architekturzentrum für die Schweiz

Seit 2020 besteht in der Schweiz eine offizielle Strategie zur Förderung von Baukultur. Das Bundesamt für Kultur unterstützt damit die Vermittlung und baukulturelle Bildung, die Ausbildung von baukulturellen Kompetenzen bei Fachleuten und die Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren.

Architekturzentren und Architekturmuseen können einen wichtigen Beitrag leisten, um das baukulturelle Bewusstsein und die architektonische Bildung zu fördern.

Aber was verstehen wir heute unter einem Architekturmuseum? Kann man Architektur überhaupt ausstellen? Und wenn wir als Architekten und Architektinnen dafür geeignete Räume schaffen möchten – was müssen diese dann leisten können?

Aufgabe

Wir wollen anhand von verschiedenen Szenarien das Potenzial eines Architekturzentrums für die Schweiz aufzeigen. Im Fokus steht das Bauen im Bestand und die unterschiedlichen Symbiosen welche je nach Standort und Szenario mit bereits bestehenden Strukturen eingegangen werden können. Wir suchen nach neuen Ko-Existenzen und Strategien zur Weiterentwickelung.

Im ersten Teil der Aufgabe wird in der Gruppe ein Szenario entwickelt. Dazu gehört eine schriftliche These für dieses Szenario, die Wahl eines geeigneten Ortes und die Festlegung des passenden Raumprogramms für ein Architekturzentrum.

Basierend auf dem gemeinsam entwickelten Szenario entwickelt jede Studentin und jeder Student ein eigenständiges Projekt. Die vier Projekte jeder Gruppe stehen programmatisch oder konzeptionell miteinander in Verbindung, der Austausch in der Gruppe erfolgt über die ganze Dauer des Semesters, die Einzelprojekte profitieren von den Reflexionen und Diskussionen in der Gruppe und das gemeinsame Szenario wird über den Semesterverlauf geschärft und verfeinert.

Anhand von verschiedenen Begriffen für unterschiedliche Ansätze erfolgt der Einstieg ins Szenario. Folgende Anregungen und Begriffe können als Ausgangslage zur Formulierung einer eigenenThese und Ausformulierung eines Szenario dienen.