The Loop

Entwurf: Yelyzaveta Hrytskevych + Pepino Schnetzler

Zentral im Gewerbegebiet zwischen Oberwil und Therwil steht unser Entwurf für das neue Busdepot der BLT. Der Standort kombiniert die Anbindung an die Mühlenmattstrasse sowie zur bestehenden Tramhaltestelle und deren Fussgängerquerung über die Geleise.

Bei unserem Entwurf steht nicht etwa der Bus im Vordergrund, sondern die FussgängerInnen und VelofahrerInnen. Dies wird damit erreicht, dass die Busseinstellplätze in die Obergeschosse angehoben werden und das EG für besagten Langsamverkehr freigespielt wird. Formal wird der Körper durch die Dimensionen einer klassischen Radrennbahn von 250m massgeblich bestimmt. Es resultiert ein skulpturales Volumina, dessen Erscheinung durch die Massivbauweise insbesondere Pilzstützen unterstützt wird. Konzeptionell folgen alle Nutzungen und deren Zirkulation der Form der Rennbahn und bilden somit eine Schlaufe. Die Busse in dem ersten und dem zweiten Obergeschoss, die Sportnutzungen in den übrigen Obergeschossen. Als Sportnutzung sind neben dem Radfahren, eine Laufbahn und ein Schwimmbecken vorgesehen, womit sämtliche Disziplinen vom klassischen Triathlon angeboten werden. Das Schwimmbecken befindet sich im dritten Obergeschoss und folgt konsequenter Weise ebenfalls der Form der Rundbahn. Dadurch dass sämtliche Sportdisziplinen in Schleife ausgeübt werden können, bietet das Gebäude die Möglichkeit einen Triathlon auszutragen und nicht nur zu Trainingszwecke zur Verfügung zu stehen. Die Radrennbahn und Laufbahn sind im obersten, dem vierten Geschoss, wobei eine Direkte Verbindung zwischen den Disziplinen möglich ist. Wenn nicht gerade für einen Triathlon, stehen die Sportnutzungen stehts allen Sportbegeisterten in deren Freizeit zur Verfügung.

Da das Schwimmbecken im dritten Obergeschoss angegliedert ist, fallen grosse Lasten an, die unmittelbar über massive Pilzstützen ins Erdreich abgetragen werden. Die Restlichen Lasten werden von der Skelettstruktur abgetragen. Zur Aussteifung dienen die zwei Erschliessungskerne, wo zudem Nebenräume für die Bus und Sportnutzung untergebracht sind. Im Erdgeschoss wird das Angebot mit einem Kaffee und einer Velowerkstatt zusätzlich aufgewertet.

Zuvor versiegelte Flächen im EG werden entsiegelt, es entsteht Raum für Grün und es kommen hauptsächlich sickerfähige Bodenbeläge zur Anwendung. Eine Photovoltaikanlage versorgt die Elektrobusse mit Strom und die dabei entstehende Abwärme wird im Winter fürs Heizen genutzt. Im Sommer wird dank dem Atrium ein natürliches Durchlüften nebst der mechanischen Lüftung des Gebäudes gefördert. Der Dämmperimeter ist kompakt auf das Schwimmgeschoss und die Kerne reduziert. Sämtliche haustechnische Anlagen finden im UG ihren Platz und die vertikale Verteilung erfolgt über grosse Steigzonen in den Kernen.

Modellbild
Perspektive Innen
Grundriss
Grundriss
Grundriss
Grundriss
Schnitt
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Axonometrie Programm
Ansicht
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