Gioia Altherr

Entwurf : Gioia Altherr

Das Projekt versteht das Gebäude als einen offenen Kreislauf, in dem Arbeiten und Wohnen nicht getrennt sind, sondern ineinander übergehen. Materialien werden angeliefert, gelagert und in den Werkstätten direkt von den Bewohner:innen weiterverwendet. So entsteht ein Alltag, in dem Produzieren und Leben selbstverständlich miteinander verbunden sind.

Zentrales Element sind die vertikalen Hebebühnen, die sich durch alle Geschosse ziehen. Sie dienen nicht nur dem Transport von Materialien, sondern prägen auch die Wohnräume selbst: Als offene Schächte bringen sie Licht tief ins Gebäude, ermöglichen natürliche Belüftung und schaffen visuelle Verbindungen zwischen den Ebenen. Bewegung, Luft und Licht werden so Teil des räumlichen Erlebnisses.

Gleichzeitig lösen die Hebebühnen die klare Grenze zwischen Wohnen und Arbeiten auf. Sie durchqueren beide Bereiche und verbinden sie direkt miteinander. Dadurch entstehen keine abgeschlossenen Zonen, sondern ein kontinuierlicher Raum, in dem sich produktive und private Nutzungen überlagern. Das Gebäude wird zu einer vertikalen Struktur, in der Alltag, Arbeit und Materialfluss untrennbar miteinander verwoben sind.

Modellfoto
Situationsplan
Schnitte
Erdgeschoss
Modellfoto
Regelgeschoss
Modellfoto
Wohnung
Axonometrie
Umbauplan